Bald ist es Zeit an die Umkehr zu denken. Aber bevor die Porters wieder kommen, bleibt uns noch eine letzte Chance, den Broad Peak in Angriff zu nehmen.
Die vorgängigen Versuche scheiterten an zu viel Schnee und dem Kräfte raubenden Spuren. So entscheiden wir uns, zusammen mit den Italienern und Amerikanern hochzusteigen. Am ersten Tag erreichen wir das Lager 2, am zweiten Tag Lager 3. Dort erleben einige Bergsteiger eine böse Überraschung: Ihr Zelt steht nicht mehr da – vom Wind weggefegt….! Wir haben zum Glück unser Material begraben. Weiterlesen »
Meine Freundin Régine und ich reisten am 8. Juni nach München. Dort trafen wir die andern Mitglieder unseres 11köpfigen DAV-Expeditionsteams, welche die Besteigung des 8051m hohen Broad Peaks beabsichtigen. Mit dabei ist das Dynafit – Speed – Team mit Benedikt Böhm und Sebastian Haag, welche wieder einen spektakulären Speedversuch vom Basislager zum Gipfel planen! Mit dem Expeditionsleiter Stephan Schanderl werde ich anschliessend noch während eines Monats in Pakistan klettern.
Nach kurzem Aufenthalt in Islamabad flogen wir weiter nach Skardu. Von hier marschierten wir bei wechselhaftem Wetter ins Basislager auf 4770m. Nach dem Errichten des Basecamps stiegen wir bei besten Wetterverhältnissen sogleich in die Höhe. Wir verbrachten bereits eine erste Nacht auf 6100m. Weiteres Material wurde von uns sogar auf 6300m gebracht. Jetzt sitzen wir wieder im Basislager und schleifen unsere Steigeisen. Weiterlesen »
Auch bei der Organisation einer Expedition gilt es schwierige Schlüsselstellen zu knacken!
Das Visa von Pakistan…
Nach mehr als zehn Telefonaten und langer Geduldsprobe hat es doch noch geklappt!
Die drei letzten Anrufe setzen den Punkt auf den i: Ich habe mit der pakistanischen Botschaft besprochen, dass ich einen Fax schicken und dann zehn Minuten später anrufen werde. Gemacht, getan! Beim Anruf bekomme ich die Antwort: Ahhaa, sie haben einen Fax geschickt? Können Sie in zehn Minuten anrufen? Ich werde schauen gehen……
Andere Länder, andere Sitten!
Wozu benötige ich denn ein Visa für Pakistan? Nun, ich befinde mich wieder einmal auf dem Weg dorthin!
Morgens um 4.30 Uhr holt uns der Wecker bei uns zuhause in Aefligen aus dem Bett. Nach einer ruhigen Fahrt mit wenig Verkehr stellen wir unser Auto in Chamonix ab, um mit dem Zug zurück nach Argentière zu reisen. Da die französischen Eisenbahner am Streiken sind, erreichen wir schliesslich per Autostopp die Talstation in Argentière. Glücklicherweise erwischen wir doch noch die erste Seilbahn und schon eilen wir zum Wandfuss der Droites! Wir sichten eine Seilschaft in der klassischen Route `La Ginat`. Um 10.15h überschreiten wir den Bergschrund. Wir haben unsere Ski auf den Rucksack aufgebunden und steigen so in die Nordwand ein. Im ersten Teil kommen wir sehr schnell vorwärts. Wir entscheiden uns, dass wir nicht `la Ginat`, sondern eine direkt Linie auf den Gipfel klettern wollen. Je höher wir aufsteigen, umso schwieriger wird es. Die Waden beginnen langsam zu brennen, aber noch viel schlimmer ist der immer stärker aufkommende Wind. Auf den letzten 20m müssen wir auf dem exponierten Gipfelgrat extrem gegen den Wind ankämpfen, damit er uns nicht vom Grat bläst. Weiterlesen »
Seit unserer Ankunft im Basislager kämpften wir gegen das schlechte Wetter: Regen wechselte sich mit Schneefall ab. Als der Monsun endlich nachgelassen und das schöne Wetter Einzug gehalten hatte, kam ein heftiger Wind auf, der uns in der Höhe zur Umkehr trieb. Auf 6500m mussten wir uns eingestehen, dass die Natur viel stärker war als wir zwei! Wir hatten keine Chance, auch nur in die Nähe des Gipfels zu kommen.
Seit einer Woche stehe ich wieder an meinem Arbeitsplatz als Landschaftsgärtner und denke über neue Projekte nach………….
Seit wir in Nepal sind, haben wir die Sonne erst an einem einzigen Tag gesehen. In der übrigen Zeit wechselte das Wetter regelmässig zwischen Schneefall und Regen ab.
Erst in den letzten Tagen konnten wir unser Basislager endlich verlassen. Wir betraten erstmals Neuland! Über den Gletscher marschierten wir zu einem markanten Pfeiler. Auf 5100 Metern am Fuss des Pfeilers schlugen wir unser Zelt auf und blieben zwei Nächte dort.
Am Tag kletterten wir jeweils über den Pfeiler so hoch hinauf wie möglich. Der Pfeiler wäre klettertechnisch machbar, aber das Wetter machte all unsere Hoffnungen zu Nichte! Schliesslich traversierten wir hinüber auf den „Normalweg“. Dort richteten wir unser Hochcamp 1 auf 5900 Metern ein. Nach einer Nacht in dieser Höhe wurden wir am Morgen einmal mehr von einem Schneesturm geweckt. In diesem Unwetter kämpften wir uns hinunter in unser vertrautes Basislager.
Da sitzen wir wieder im dichten Nebel und es schneit! Doch die Hoffnung auf gutes Wetter haben wir noch nicht aufgegeben! Unser Zelt wartet auf uns im Hochcamp 1. Zum Glück haben wir unsere Jasskarten nicht oben gelassen!
Wir sollten jetzt 5-6 Tage schönes und sicheres Wetter haben, um uns gut akklimatisieren und anschliessend den Gipfel besteigen zu können. Wir hoffen, dass uns die Meteorologen endlich eine gute Prognose stellen!
