Wie geplant wurde während der Winterexpedition 2012 am Gasherbrum 1 (8080m) in Pakistan durch SERVUS TV ein Film gedreht.  Er sollte die  Erstbegehung einer neuen Zustiegsroute  auf den Gasherbrum 1 dokumentieren.  Der Film wurde im Mai 2012  ausgestrahlt und ist eigentlich eine Hommage an Gerfried Göschl.  Aber Cedric kommt in diesem Film ebenfalls zu grossen Ehren.

Dieser eindrückliche Film wird nun auch auf SRF 1 in der Serie DOK ausgestrahlt. Am 9. März ist es genau zwei Jahre her, dass die Bergsteiger zum letzten Mal gesehen wurden.

Im Film werden die Vorbereitungen, vorgängige Interviews und  der Verlauf der Expedition gezeigt. Ebenso abenteuerlich ist die Reise der zwei Expeditionsgruppen  im Winter in das Basislager. Von dort aus starteten die Bergsteiger und fixierten in mehreren Etappen die steile Wand mit Seilen. Sie mussten Stürmen standhalten, welche mit Geschwindigkeiten  von 120 km/h über sie hinwegfegten.
Am 6. März 2012 brachen die Bergsteiger Cedric Hählen, der Österreicher Gerfried Göschl und der Pakistani Nisar Hussain auf, um den Gipfel zu erreichen. Der Rückweg über den „Normalweg“ wurde von der zweiten Expeditionsgruppe aus Polen eingerichtet.

SRF DOK-Homepage: www.srf.ch/sendungen/dok/uebersicht

Nach der Ausstrahlung ist der Film  noch eine Woche online anzuschauen.

Cedric Hählen, Nisar Hussain und Gerfried Göschl
Cedric Hählen, Nisar Hussain und Gerfried Göschl

16. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: 2012 - Gasherbrum 1

Anlässlich unseres Trekkings im Juli 2012 in das Gebiet das Cedric so sehr liebte, haben wir Eltern am Fusse des Gilkey Memorial Felsen, in der Nähe des K2 Basislagers, eine Gedenktafel der drei verschollenen Bergsteiger Gerfried Göschl, Cedric Hählen und Nisar Hussain angebracht.

In Gedenken an die drei verschollenen Bergsteiger

Charles und Ursula Hählen mit Kasim Hussain (Bruder von Nisar)

An der Zeremonie teilnehmende Pakistani

23. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: 2012 - Gasherbrum 1

Der von Anfang an geplante Film über die Winterexpedition 2012 am Gasherbrum 1 ist durch Herrn Stauber und seinem „Bergwelten – Team“ nun fertiggestellt. Durch die Geschehnisse Anfang März in einer etwas anderen Form als ursprünglich geplant, wird er am Freitag, 25. Mai 2012, um 20:15 Uhr auf SERVUS TV unter dem Titel „Der letzte Weg“ ausgestrahlt. Es ist eine Hommage an Gerfried Göschl als Mensch aber auch als einer der erfolgreichsten Höhenbergsteiger.

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Bis zum 31. März, als endlich die ersehnten Hubschrauber zu einem zweiten Such – und Rettungsflug gestartet sind, hielten wir uns an einem Strohhalm des Glaubens an eine Rückkehr von Cedric und seinen Bergkameraden.

In einem mehrstündigen Flug wurde der lange, zerklüftete und spaltenreiche Gletscher mehrmals abgesucht. Dabei wurden die Piloten von erfahrenen und mit der Topographie des Berges vertraute Begleiter geleitet. Sowohl der Normalweg als auch die neue Route, sowie eventuell denkbare Abstiegsvarianten wurden bis auf eine Höhe von 7200 Meter über Meer abgesucht. Leider gab es nirgendwo irgendeine Spur, ein Zelt oder ein Zeichen von Cedric, Gerfried und Nisar.

Seit der Funkstille vom 09. März 2012 haben wir 3 lange Wochen immer auf ein positives Ende gehofft, gebetet und gebangt. Auch wenn unser Gefühl und unser Verstand ab und zu etwas anderes sagen wollten – unsere Hoffnung war stets grösser. Wir haben alles Mögliche probiert und in die Wege geleitet, um Cedric und seine Kameraden zu finden. Zu unserem grossen Bedauern leider ohne Erfolg.

Cedric hat uns immer gesagt;
Wenn mir etwas am Berg passieren sollte dann lasst mich in meinen geliebten Bergen.
Ich will nicht, dass sich andere in Gefahr begeben.

Wir werden seinen Wunsch respektieren – und Cedric in seinen geliebten Bergen ruhen lassen.

Cedric, wir werden Dich immer als vorsichtigen und überlegten Bergsteiger und Kletterer in Erinnerung behalten – als fantastischen und liebenswerten Menschen; als einzigartigen Sohn, besten Bruder, allerbesten Götti und einmaligen, unvergesslichen Freund.

Du, der an mehreren 8000ern anderen Bergsteigern geholfen hast, damit diese wohlbehalten in das Base Camp zurückkehren konnten. Du, der immer zuerst für andere gesorgt hat, als selber Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine gesunde Rückkehr ist Dir und Deinen Freunden an diesem Berg zu unserem grossen Bedauern nicht vergönnt gewesen – was auch immer der genaue Grund dafür war.

Wir bedanken uns bei allen Menschen, welche uns geholfen, unterstützt, mit uns gebetet, ununterbrochen an Cedric geglaubt oder einfach ein offenes Ohr haben. Die Unterstützung die wir in dieser schweren Zeit von all den Verwandten, Bekannten aber auch Unbekannten erfahren durften, ist einmalig und gibt uns Halt. Auch den Freunden vor Ort in Pakistan möchten wir für die Unterstützung unseren herzlichen Dank aussprechen.

Cedric, Du fehlst uns….wir werden Dich und Dein Lachen nie vergessen!

In unendlicher Liebe; deine Eltern, deine Schwester Sandra mit Familie und deine Freundin Michaela

 

 

(Wir bitten die Presse uns in unserer Trauer und in unserem unermesslichen Schmerz alleine zu lassen.)

Der letzte geplante Suchflug vom 22. März 2012 konnte wie mitgeteilt leider nicht durchgeführt werden. Bis heute konnten wir nur abwarten bis sich das Wetter ändert und ein weiterer Flug möglich wird.

Wir hoffen nun in diesen Tagen so sehr darauf, dass der Flugweg von Skardu bis ins Basislager und dann am Berg sichtig und ohne Wind ist und ein weiterer Heli endlich starten kann. Die Ungewissheit nagt an unseren Nerven und macht und alle fast wahnsinnig. Es gibt so viele offene und ungeklärte Fragen.

Wir müssen wissen, was auf dem Berg geschehen ist seit dem letzten Kontakt – weshalb wir bis heute kein Zeichen der drei Bergsteiger erhalten haben. Ohne diese Gewissheit können wir unseren Gedanken keinen weiteren Verlauf zulassen.

Wir können momentan – und das ist unglaublich hart für uns – nichts anderes tun als zu beten und zu hoffen, dass der zweite Suchflug endlich starten kann und unser grösster Wunsch, Cedric zu finden und – möglichst gesund und wohlbehalten – nach Hause zu holen, in Erfüllung geht.

Lasst Cedric nicht im Stich – wir haben noch keine Gewissheit!

Auch wenn wieder ein langer Tag vorbei geht und die Zeit langsam davon zu laufen scheint, wir dürfen die Hoffnung noch nicht aufgeben. Ein Funken Hoffnung und Zuversicht darf auch uns gewährt sein in dieser schweren Zeit!

Herzlichen Dank für Eure unzähligen, aufbauenden und zuversichtlichen Worte und Eure Gedanken an Cedric.

Cedric, gib uns ein Zeichen wo Du bist und was passiert ist.

In Gedanken ununterbrochen bei Dir

Mit so viel Hoffnung sind wir gestern in den Tag gestartet. Das Wetter sollte gut sein, windstill – endlich der Tag, an welchem ein weiterer Suchflug möglich wäre. Aus uns unerklärlichen Gründen ist der Heli dann trotz den guten Wetterprognosen nicht für uns gestartet.

Wir hoffen nun jeden weiteren Tag aufs Neue, dass ein Suchflug starten wird und halten Euch auf dem Laufenden.

Unsere Hoffnung, dass Cedric immer weiter Richtung Basislager läuft ist sehr gross. Dafür braucht er viel Kraft, Mut, Ausdauer, Lebenswillen und für die kalten Nächte viel, sehr viel Wärme. Wir stärken ihm jeden Abend seine müden, kalten und schmerzenden Beine, damit er wieder mit viel Energie in den neuen Tag starten kann. Wir sind in unseren Gedanken ununterbrochen bei ihm, teilen ihm unsere Wünsche und Zuversicht für ihn mit. Wir senden ihm den letzten eingefangenen Sonnenstrahl von heute, damit er morgen beim weiter laufen auch davon profitieren kann. Wir werden beim Essen sehr bewusst kauen, damit wir Cedric damit etwas Nährstoffe vermitteln können.

Wir dürfen Cedric nicht aufgeben. Er lebt und wird ins Basislager finden und zu uns zurück kommen.

Schenkt ihm weiterhin Euren unermüdlichen und wunderbaren Glauben, Eure Zuversicht und Unterstützung.

Cedric, wir glauben an Dich. Kämpfe Cedric. Steig langsam und konzentriert immer weiter runter zum Basislager.

Mit grossem Vertrauen

Wir haben alle so sehr darauf gehofft, dass heute endlich ein weiterer Suchflug starten kann. Leider haben wir am Morgen die Nachricht erhalten, dass erneut schlechte Sicht herrscht und der Heli nicht starten kann.

Ein weiterer Tag, ohne positiver Neuigkeiten – wieder ein Tag, der mit Hoffen und Bangen zu Ende geht – wieder ein Tag, an dem wir alle nur einen einzigen Wunsch hatten…

Mit so einer Nachricht fällt man aus allen Wolken – und wir sind in dieser unbeschreiblich schweren Zeit gewiss schon einige Male aus so einer Wolke gefallen – für uns jedoch, und das sagen wir mit grosser Überzeugung, ist das kein Grund, Cedric und seine Kollegen aufzugeben.

Die Hoffnung bleibt!

Genau an so einem Tag wie heute ist Cedric umso mehr auf die Unterstützung von uns allen angewiesen. Er muss spüren, dass wir noch da sind, ihn suchen, finden und nach Hause holen werden. Er braucht wiederum viel Kraft, um die letzte Strecke auf sich zu nehmen – viel Mut, dass er sich das zutraut und auch schaffen kann – viel Liebe, damit er sich auch weit weg von zu Hause geborgen weiss – viel Zuversicht, dass er weiss, dass wir ununterbrochen an ihn denken und an ihn glauben und vor allem

viel WÄRME;

schenkt ihm warme Gedanken;
schenkt ihm eine warme Bettflasche;
schenkt ihm ein warmes Bad;
schenkt ihm eine Kuscheldecke;
schenkt ihm einen Sonnenstrahl;
schenkt ihm eine Tasse Wärm-Dich-Tee;
schenkt ihm eine Umarmung.

Er spürt die Wärme, die er so dringend benötigt – da ist etwas, was ganz fest an ihn glaubt und ihn nicht los lässt, sondern da bleibt, bis er gesund zu Hause ankommt.

Positive Gedanken, dass der morgige Tag windstille und gute Sicht bringt sollen in unseren heutigen Gedanken auch Platz haben – denn für morgen ist ein weiterer Suchflug geplant.

Cedric, gib nicht auf – mach Dich bemerkbar und gib uns ein Zeichen – wir werden Dich finden und heim holen.

Komm immer näher Richtung Basislager – wir warten auf Dich.

Mit grossem Gottvertrauen und inniger Hoffnung

Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Cedric und seine Bergkollegen bald wieder bei uns sein werden.

Cedric kennt die Berge, er ist ein Kämpfer und hat so Freude am Leben. Er wird zu uns zurückkehren – gesund und wohlbehalten.

Aufgrund der Schlechtwetterperiode der vergangenen Tage war kein Suchflug möglich. Jeden Tag haben wir von neuem darauf gehofft, dass endlich ein Heli starten kann.

Für Morgen erhoffen wir uns gutes Wetter und wenig Wind, sodass endlich ein Suchflug starten kann.

Wir sind voller Zuversicht und unsere positiven Gedanken sind ununterbrochen bei Cedric!

Im Basislager sind noch drei Männer stationiert, die auch stets Ausschau halten, ob jemand vom Berg herab kommt.

Wir danken Euch allen für die unermüdliche Teilnahme und Zuversicht bei der Suche nach Cedric.
Eure positiven, wärmenden Gedanken, die spürbare Zuversicht, die grosse Hoffnung, das allgegenwärtige Gottvertrauen – all diese Sachen helfen Cedric, dass er den Mut und die Kraft hat weiterzumachen
und immer weiter abzusteigen.

Schickt ihm weiterhin Eure grossartige Unterstützung, die er bis heute von Euch erhalten hat.
Er spürt die Energie und Liebe, die er von jedem einzelnen von Euch erhält.
Es ist so schön, dass Cedric so viele Freunde hat, die auf ihn warten und an ihn glauben.

Wir sind ununterbrochen daran, weitere Wege zu finden, damit wir die Bergsteiger lokalisieren können – Jeder Tag zählt.

Wir werden jedoch die Hoffnung nicht aufgeben. Cedric wird zu uns zurück kommen.
All unsere Gebete, Zuversicht, Liebe, Wärme, Lebensmut und Kraft werden Cedric stärken und näher zum Basislager bringen.

Cedric, wir warten auf Dich – auch wenn Deine Kräfte langsam nachlassen, streng dich noch ein letztes Mal an und komm runter vom Berg.
Bald hast Du es geschafft.

In voller Hoffnung und Zuversicht und VIEL VIEL WÄRME

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