{"id":479,"date":"2011-02-22T09:20:12","date_gmt":"2011-02-22T08:20:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.expeditionsnews.ch\/v3\/?p=479"},"modified":"2011-02-22T09:27:38","modified_gmt":"2011-02-22T08:27:38","slug":"eigernordwand-solo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.expeditionsnews.ch\/v3\/?p=479","title":{"rendered":"Eigernordwand Solo"},"content":{"rendered":"ngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Im Dezember genossen R\u00e9gine und ich 10 Klettertage in El Chorro(Spanien). Leider liess das Wetter zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, Sonnenschein und Dauerregen wechselten sich ab. Mit easyJet und Zug erreichten wir die <a title=\"Finca de la campana\" href=\"http:\/\/www.fincalacampana.com\/\" target=\"_blank\">www.fincalacampana.com<\/a>. Von dort sind s\u00e4mtliche Kletterrouten innerhalb von 10Minuten und 1 Stunde zu Fuss erreichbar. Ob 5a oder 8c Routen, plattige Klettereien oder \u00fcberh\u00e4ngende Sinters\u00e4ulen, an diesem Top Spot findet man alles, was ein Kletterherz begehrt.<\/p>\n<p>An arbeitsfreien Tagen bin ich h\u00e4ufig auf den Ski oder mit den Steigeisen anzutreffen. Mitte Januar befuhr ich die Courtes Nordost-Wand mit den Ski und einen Tag sp\u00e4ter stiegen wir von Argenti\u00e8re auf die Aiguille d\u2018Argenti\u00e8re\u2026<\/p>\n<p>Letzte Woche arbeitete ich kurzzeitig bei Eduard Meier, Wettingen, als Baumaschinenf\u00fchrer. Weil das Wetter so vielversprechend aussah, beschloss ich gleich nach der Arbeit nach Grindelwald zu fahren. Der Zeltplatz unterhalb der Westflanke des Eigers ist immer wieder wunderbar in der Abendsonne\u2026<!--more--><br \/>\nIm Schein meiner Stirnlampe quere ich noch in den Nachtstunden unter der Nordwand des Eigers durch. Dabei beobachte ich\u00a0 einige Lichter von andern Seilschaften, die bereits in die Wand eingestiegen sind. Schnell ziehe ich ihnen nach. Im untersten Teil gerate ich kurz in eine Sackgasse, die ich auskorrigieren muss. Nun aber komme ich z\u00fcgig vorw\u00e4rts und gelange schnell zum schwierigen Riss, durch welchen ich mich mit dem Seil sichere. Und weiter geht\u2019s! Die Bedingungen sind ausgezeichnet! Vor dem Hinterstoisserquergang \u00fcberhole ich bereits die dritte Seilschaft. Der Eisschlauch ist genial und auch die Eisfelder bereiten mir keine M\u00fche. Am B\u00fcgeleisen sichere ich mich noch einmal \u00fcber 5 Meter hinweg und am Todesbiwak g\u00f6nne ich mir was zu trinken. Nun steige ich durch die Rampe zum Wasserfallkamin, wo ich wieder 30 Meter gesichert klettere. Schon gelange ich zum br\u00fcchigen Riss, welcher heute einfach genial trocken ist. Sp\u00e4testens beim G\u00f6tterquergang wird mir klar, dass eine Solo Speed Begehung f\u00fcr mich nie in Frage kommen w\u00fcrde. Das Risiko ist bei dieser Kletterart nicht kalkulierbar und w\u00e4re mir zu hoch. Beim Quarzriss packe ich nochmals f\u00fcr wenige Meter das Seil aus. In den Ausstiegsrissen liegt noch ganz wenig Eis, was von mir viel Kopfarbeit und volle Konzentration verlangt.<br \/>\nKurz nach dem Mittag stehe ich auf dem Eiger und ein kalter Wind bl\u00e4st mir ins Gesicht. Gem\u00fctlich und zufrieden steige ich die Westflanke hinunter zur\u00fcck zu meinem Zelt und den Ski.<\/p>\n<p>Ein genialer Tag in einer super Route klingt bei einem gem\u00fctlichen Abendessen aus. Schon freue ich mich auf die n\u00e4chste Expedition anfangs April in Nepal\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember genossen R\u00e9gine und ich 10 Klettertage in El Chorro(Spanien). Leider liess das Wetter zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, Sonnenschein und Dauerregen wechselten sich ab. Mit easyJet und Zug erreichten wir die www.fincalacampana.com. Von dort sind s\u00e4mtliche Kletterrouten innerhalb von 10Minuten und 1 Stunde zu Fuss erreichbar. 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