{"id":220,"date":"2009-08-10T00:00:05","date_gmt":"2009-08-09T22:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.100.200\/cediv3\/?p=220"},"modified":"2009-09-24T11:19:46","modified_gmt":"2009-09-24T09:19:46","slug":"gipfelerfolg-am-18-07-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.expeditionsnews.ch\/v3\/?p=220","title":{"rendered":"Gipfelerfolg am 18.07.2009"},"content":{"rendered":"<p>Bald ist es Zeit an die Umkehr zu denken. Aber bevor die Porters wieder kommen, bleibt uns noch eine letzte Chance, den Broad Peak in Angriff zu nehmen.<br \/>\nDie vorg\u00e4ngigen Versuche scheiterten an zu viel Schnee und dem Kr\u00e4fte raubenden Spuren. So entscheiden wir uns, zusammen mit den Italienern und Amerikanern hochzusteigen. Am ersten Tag erreichen wir das Lager 2, am zweiten Tag Lager 3. Dort erleben einige Bergsteiger eine b\u00f6se \u00dcberraschung: Ihr Zelt steht nicht mehr da &#8211; vom Wind weggefegt&#8230;.! Wir haben zum Gl\u00fcck unser Material begraben. <!--more--> Nach nur ein paar Stunden Ruhe geht&#8217;s wieder los&#8230;! Um Mittenacht reisst uns der Wecker aus dem Schlaf. Erst um ein Uhr stehen wir dick eingepackt in die Daunenanz\u00fcge bereit zum Abmarsch. Es ist extrem kalt (-30\u00b0C). Dazu bl\u00e4st ein eisiger Wind. Langsam steigen wir hoch&#8230; Schritt f\u00fcr Schritt&#8230;. Einer nach dem andern wechselt sich beim Spuren ab. Zum Gl\u00fcck ist die Schneedecke viel besser geworden! Das 40Grad steile Couloir bietet keine technischen Schwierigkeiten.<br \/>\nBald erscheinen die ersten wunderbar sch\u00f6nen Farben des Sonnenaufgangs \u00fcber dem K2. Leider befinden wir uns noch in der schattigen Westflanke und die Sonne werden wir erst auf dem Pass sp\u00fcren! Von dort klettern wir dem Grat entlang bis zum Vorgipfel (3.Schwierigkeitsgrad). Hier geniessen wir die Aussicht \u00fcber den ganzen Karakorum. Es reicht, um ein paar Fotos zu schiessen und schon steigen wir wieder ab. Leider verunfallt dabei die Italienerin Cristina Castagna vom Salewa-Team t\u00f6dlich. Da es schon sp\u00e4t ist, \u00fcbernachten wir nochmals im Lager 3.<\/p>\n<p>Aber noch ist das Abenteuer nicht zu Ende! Am n\u00e4chsten Tag m\u00fcssen wir die Lager 3, 2 und 1 wegr\u00e4umen. F\u00fcr uns ist es kein Problem, da wir nur das N\u00f6tigste mitgenommen haben. Aber f\u00fcr unsere Kameraden ist es eine andere Geschichte. Sie sind v\u00f6llig am Ende ihrer Kr\u00e4fte und k\u00f6nnen noch knapp ihre pers\u00f6nliche Ausr\u00fcstung tragen. Alle wollen ihr Material (6 Zelte, Gaskartuschen, Lebensmittel, Schlafs\u00e4cke, Matratzen, Abfall, Seile&#8230;) da oben liegen lassen. Wie w\u00fcrde der Berg aussehen, wenn jeder das machen w\u00fcrde? Auf keinen Fall wollen wir die Berge so verschmutzen! Jeder muss seine Grenzen kennen und genug fr\u00fch umkehren, um noch f\u00e4hig zu sein, auch sein Material hinunterzutragen! Cedric bindet das ganze Material mit einer Reepschnur an seinem Klettergurt fest und schleppt so 60kg hinunter&#8230; Da wir kein Risiko eingehen wollen, m\u00fcssen wir auch unsern Rhythmus anpassen und langsam und vorsichtig absteigen. Es dauert eine Ewigkeit, bis wir gl\u00fccklich im Basislager eintreffen.<br \/>\nEs bleibt uns nur ein Tag zum Packen und schon sind die Porters da, die uns auf dem R\u00fcckweg begleiten.<\/p>\n<p>Nach langen Diskussionen entscheiden wir uns, via Gondogoro-Pass (5700m) zu gehen.<br \/>\nDer erste Tag bringt uns bis Alicamp, wo wir kurz \u00fcbernachten. Um 2Uhr brechen wir auf Richtung Pass. Von dort muss die Aussicht extrem sch\u00f6n sein. Aber heute schneit und windet es leider. Je tiefer wir nun kommen, umso gr\u00fcner wird es. Wie sch\u00f6n! Nach 11Stunden erreichen wir das letzte Camp.<br \/>\nF\u00fcr unsere letzte Nacht im Zelt fehlt uns unser Porter mit unserm Gep\u00e4ck. Erst um Mitternacht trifft er ohne unser Gep\u00e4ck ein und erz\u00e4hlt, dass er abgest\u00fcrzt und der Sack in eine Spalte gefallen sei! Unglaublich! Unm\u00f6glich zu erkennen, was wirklich geschehen ist! Nat\u00fcrlich steckt ausgerechnet Regine\u2019s Pass in dem Sack, dabei muss sie doch in zwei Tagen nach Hause fliegen!!!!!<br \/>\nCedric packt Seil, Steigeisen, Pickel und alles N\u00f6tige, um eine Rettungsaktion zu machen, ein und steigt wieder den langen Weg zur\u00fcck, w\u00e4hrend Regine Richtung Husche marschiert, von wo der Jeep nach Skardu abf\u00e4hrt. Nach 10 Stunden erreicht Cedric die Unfallstelle. Er entdeckt den Sack auf der Schneeflanke 200 m tiefer als die Spur. Es gelingt ihm, den Sack ohne Seil und Steigeisen zu holen. Es ist aber schon 19 Uhr. Mit Regine\u2019s Pass in der Hand und der Stirnlampe nimmt er eilends den R\u00fcckweg unter die F\u00fcsse. Um 4 Uhr ist er in Husche, um 9 Uhr in Skardu, gerade rechtzeitig f\u00fcr den Abschiedskuss und die Pass\u00fcbergabe, denn um 11 Uhr ist Regine\u2019s Abflug! Gut gemacht, Cedric!<br \/>\nCedric bleibt noch f\u00fcr einen Monat im Charakusa Valley f\u00fcr verschiedene Klettereien zusammen mit Stephan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bald ist es Zeit an die Umkehr zu denken. Aber bevor die Porters wieder kommen, bleibt uns noch eine letzte Chance, den Broad Peak in Angriff zu nehmen. Die vorg\u00e4ngigen Versuche scheiterten an zu viel Schnee und dem Kr\u00e4fte raubenden Spuren. So entscheiden wir uns, zusammen mit den Italienern und Amerikanern hochzusteigen. 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